ueber mich

Steve Klockow

  • ehemaliger eBay Mitarbeiter
  • ehemaliger Berufsboxer
  • eBay Spezialist
  • Afterbuy Spezialist
  • Web-Programmierer aus Leidenschaft
  • Langläufer
Steve Klockow beim Matschlauf

eBay Laufbahn

Ich habe 2009 bei eBay begonnen im Support zu arbeiten. Ich war sehr gut in meiner Arbeit und schaffte es nach kurzer Zeit in den Top-Customer Support befördert zu werden. Ich dachte damals, dass dies meine berufliche Erfüllung wäre.

Nachdem ich aber merkte, dass ich mich dort nicht weiter entwickelte und nach kurzer Zeit alle Prozesse im Schlaf beherrschte, verlängerte ich meinen Jahres-Vertrag nicht und machte mich stattdessen selbstständig.

Meine damaligen Kollegen konnten nicht verstehen, dass ich nicht dort bleiben wollte und waren schockiert, als sie merkten, dass ich aufhöre. Alle Mitarbeiter, die mit mir angefangen hatten, verlängerten ihren Vertrag außer mir. Ich ging also mit einem Lächeln im Gesicht und verdiente einen Monat später das doppelte von meinem damaligen Gehalt.

Ich begann als Freelancer in verschiedenen eBay Unternehmen zu arbeiten und optimierte dort das Verkaufsgeschäft mit Hilfe von Afterbuy. Ich hatte also die Seite gewechselt und arbeitete nun immer professioneller, weil ich die Prozesse aus dem FF kannte.

Der Beginn von Bestsales24

Da ich ständig die Unternehmen wechselte, wollte ich mich weiter entwickeln. Ich erkundigte mich über Weiterbildungen. Im Programmierbereich sind solche Weiterbildungen sehr kostspielig und einen großen Teil der Inhalte konnte ich schon. Ich überlegte hin und her und meldete mich bei verschiedenen Bildungsträgern um eine Finanzierung zu bekommen.

Ich ging damals sogar zum Arbeitsamt um nachzufragen, ob man mich dort für eine solche Weiterbildung unterstützen könnte. Die Dame vom Arbeitsamt fragte, was das Problem sei. Ich sagte ihr, dass ich sehr gut bin, in dem was ich tue, aber niemand meine Arbeit dauerhaft bezahlen möchte, weil ich für den Bereich, in dem ich arbeite einfach zu teuer bin. (Andere Mitarbeiter in diesem Bereich wurden damals sehr schlecht bezahlt)

Meine Idee war, mit Hilfe einer Weiterbildung in einem guten Unternehmen Fuß zu fassen und mich dort weiter aufzubauen.

Die Dame vom Arbeitsamt sagte mir, dass sie mir solch eine Finanzierung nicht bewilligen könne, da ich nicht arbeitslos sei. Sie fragte mich, warum ich meine Arbeit nicht ausweitete. Wenn man mit dem Internet arbeitet muss man ja nicht nur lokal arbeiten sondern kann theoretisch in der ganzen Welt Unternehmungen schaffen.

Das war eine phantastische Idee. Ich gründete Bestsales24.

Ich war der Erste, den ich kannte, der vom Arbeitsamt weder Geld noch eine Maßnahme bekam, aber so viel Nutzen draus ziehen konnte. Ich bin der Dame für diesen Tipp immer noch sehr dankbar.

Mein Ziel war es, das Geschäft selbstständig von einem Arbeitsplatz aus für Kunden in ganz Deutschland oder der ganzen Welt zu führen.

Ich nahm mir also einen Grafiker, mit dem ich zusammen gearbeitet hatte und ließ mir ein Design für eine Internetseite machen, die ich dann programmierte. 2010 waren meine Fähigkeiten noch begrenzt, aber die Seite hatte Stil.

Die ersten Konkurrenten drohen

Als Bestsales24 bei alten (längerfristigen) Auftraggebern bekannt wurde, kamen die ersten Drohungen, dass man mich auf horrende Summen verklagen wolle, da ich diese Idee im selbigen Unternehmen geknüpft hätte. Selbiges Unternehmen hatte zufällig zum selben Zeitpunkt die gleiche Idee, von der ich aber nichts wusste. Man drohte mir also und versuchte im Anschluss mich zu kaufen. Ich ließ mich davon aber nicht beeindrucken und machte weiter.

Das Gespräch ging heiß her und die Auftraggeber waren ziemlich sauer auf mich. Der Ton wurde lauter und die Gemüter hitzten sich auf, aber ich konnte es mit einer äußerlich gelassenen Haltung zu Ende führen.

Ich dachte darüber nach, ob das die richtige Entscheidung war und dachte mir, wenn ich jetzt schon solche Drohungen bekomme, bin ich auf dem richtigen Weg.

Es blieb natürlich nicht bei der einen Drohung. Denn ich hatte das große Glück für meinen ersten Auftrag eine öffentliche Person zu finden, bei der eine ehemalige Bekannte arbeitete. Diese öffentliche Person war durch die Medien sehr bekannt und ich dachte mir, das wäre ein super Einstieg und eine phantastische Referenz. Also bot ich an, die Arbeit für einen Spottpreis von wenigen hundert Euro zu machen. Die Frau der bekannten Person sagte mir, dass sich andere darum reißen, kostenlos für sie zu arbeiten, damit sie den Namen in ihr Portfolio übernehmen zu können.

Ich sagte der Dame freundlich, dass ich die Arbeit auch kostenfrei durchführe, aber nicht für meinen Grafiker sprechen kann. Dieser arbeitete auch für einen Spottlohn, weil wir uns viel durch dieses Projekt erhofften.

Wie das Leben so spielt, waren die Leute, die das Projekt betreuen sollten (meine Bekannte und die Frau der berühmten Person) nicht sehr innovativ und folgten meinen Anweisungen nicht. Auch wollte man mich für weitere Arbeit nicht bezahlen, so dass ich mich dann langsam aber sicher zurück zog und das Projekt einfach so laufen ließ. Ich war ja nicht dagegen dort zu arbeiten, aber ich wollte für meine Arbeit auch bezahlt werden, da sie qualitativ sehr hoch war und viel brachte.

Unmut machte sich dort breit und die Damen wurden zunehmend ungeduldig. Ich fasste mir ein Herz und half etwas. Ich überarbeitete alle Artikel und machte einen Fehler. Ich aktivierte eine Bildfunktion die bei allen anderen Artikeln kostenfrei war, bei ein paar Artikeln kostete sie ca. 1,50 Euro im Monat / je Artikel.

Es kamen ca. 40 Euro an Kosten über 6 Monate zu stande. Die Chefin (Frau der berühmten Person) schickte mir böse Emails und drohte mich gleich zu gerichtlich zu mahnen, wenn ich diese Kosten nicht bezahlen würde. Ich machte mich noch darüber lustig, da die berühmte Person ein Schuldenberater aus dem Fernsehen war und dachte, wenn sie mich verklagt und ich horende Strafen zahlen muss, kann ich gleich in die Sendung des Schuldenberaters kommen.

Ich hätte mich gern mit der Frau gestritten und es drauf ankommen lassen, aber ich war nicht schlau genug und zeigte meiner Freundin die Email, worauf diese panisch wurde und mich so lange belagerte, bis ich diese Rechnung bezahlte.

Jeder Anfang ist schwer

Als Freelancer war ich sehr erfolgreich und verdiente (für meine Verhältnisse) sehr viel Geld. Als ich mit Bestsales24 begann, konzentrierte ich mich nur noch auf diese Arbeit und warf die Arbeit als Freelancer hin. Ich war davon überzeugt, dass ich es schaffen würde, meinen Traum zu erreichen und arbeitete Tag und Nacht nur an dieser verrückten Idee.

Leider war die Arbeit am Anfang sehr schwer und ich verdiente Monate lang keinen einzigen Cent.

Da ich verheiratet war und eine Tochter hatte, hatte ich natürlich finanzielle Verpflichtungen, denen ich nicht mehr Herr wurde.

Meine Frau sagte mir nach zwei Monaten dass Sie es nicht mehr mit mir aushielt und ich ausziehen solle.

Nun hatte ich es geschafft. Ich hatte ein paar Monate vorher noch wahnsinnig viel Geld verdient und alles war in Ordnung und nun war ich total pleite und meine Frau hatte mich verlassen. Wir versuchten es nochmal ein paar Tage, aber ich half nichts.

Sie bat mich zu gehen und ich erinnere mich noch an den Moment als ich aus der Haustür in die Freiheit ging und keine Ahnung hatte, was ich nun tun sollte. Ich hatte weder Angst noch schlechte Laune, aber ich hatte auch weder Geld noch eine Perspektive. Ich überlegte, was ich nun tun könne und rief ein paar Freunde an. Der erste sagte sofort, dass ich zu ihm kommen solle. Ein paar Nächte würden wir schon zusammen überstehen.

Aus ein paar Nächten wurden zwei Monate. Wir lebten und arbeiteten zusammen. Er half mir, mich wieder neu zu motivieren. Die Zeit war ziemlich hart, weil auch er ziemlich finanzielles Pech zu diesem Zeitpunkt hatte.

Ich hatte nun mehrere Probleme. Meine Firma warf noch keinen Cent ab und er hatte auch kein Geld.

Wir machten aus, dass ich mit ihm zusammen auf seinen Baustellen als Maler mitarbeitete. Das Ziel war, dass wir uns zusammen tun und zusammen erstmal wieder zu Geld kommen, aber die Zeiten waren sehr dürr.

Im wahrsten Sinne des Wortes „dürr“ arbeiteten wir beide ziemlich hart und verdienten kein Geld. Wir hatten zu großes Pech, aber die Zeit prägte uns. Wir arbeiteten bis zu 17 Stunden pro Tag und hatten kein Geld um uns richtig zu verpflegen. Über zwei Wochen war das Geld so knapp, dass wir beide von einem Döner pro Tag lebten. Durch die körperlich harte Arbeit nahm ich in diesen zwei Monate, die ich bei ihm wohnte und arbeite über 14 Kilo ab. Der schlimmste Moment war, als ich völlig ausgemergelt zu meiner werdenden Exfrau kam und sie mir mit einem nie vorher da gewesenen Strahlen entgegen trat. Sie sagte mir, dass die Trennung finanziell gesehen, für sie die beste Entscheidung war, die sie seit langem getroffen habe.

Ich befand mich in der härtesten Zeit meines Lebens: kein Geld, Frau hat mich verlassen, keine eigene Wohnung, ich sehe meine Tochter nicht mehr jeden Tag, nur Pech und sie sagt mir solche Worte. Ich war am Boden zerstört und wusste auf diesen Kommentar nichts hinzuzufügen.

Diese Zeit war so hart, dass es nur zwei Möglichkeiten für mich gab. Ich konnte nur auf der Straße landen oder mich aufraffen und kämpfen. Ich wusste, wenn ich diese Zeit überstehe, würde ich „menschlich“ so daraus wachsen, dass mich nicht mehr viel schockieren konnte.

… Und es geht doch immer weiter …

Nach mehreren Monaten, kamen endlich die ersten erfolgreichen Anfragen. Ich hielt mich mit kleinen aber teilweise sehr Erfolg versprechenden Aufträgen über Wasser. Ich arbeitete damals mit einem Grafiker und einem Programmierer zusammen. Da diese Zeit aber nicht von großem Erfolg gekrönt war, verließen mich beide und ich machte allein weiter. Viele Versuche scheiterten neue Partner zu finden und irgendwann merkte ich, dass ich allein auch ganz gut zurecht komme.

Mit den Aufgaben wuchsen die Ansprüche und so entwickelte ich mich weiter. Heute betreue ich (neben eBay und Afterbuy) erfolgreich WordPress-Kunden.

Motivation ist alles

Ich bin sehr motiviert und habe große Vorbilder, die aus dem nichts etwas geschaffen haben. Sylvester Stallone ist durch eine Zangengeburt halbseitig im Gesicht gelähmt, Einstein konnte nicht mal sprechen bis er vier Jahre alt war und seine Lehrer sagten, dass er keine einflussreiche Zukunft haben werde. Denzel Washington wurde immer wieder beim Vorspielen abgelehnt und Steve Jobs war so arm, dass er jede Woche zu einem Restaurant ging, bei dem Essen verschenkt wurde.

All diese Persönlichkeiten (und es gibt noch viele mehr) hatten einen Gedanken und gaben nicht auf.

Ich glaube, dass im Leben nichts unerreichbar ist und das man mit genug Nachhaltigkeit alles erreichen kann.

Keine erfolgreiche Unternehmung läuft von Anfang an ohne Probleme. Nichts standhaftes geschieht durch Zufall und auch die erfolgreichsten Menschen haben ihre Schattenseiten.

Nichts ist stärker als der unbedingte Wille es zu schaffen

Sportlich gesehen handle ich genauso. Ich wollte immer einen Marathon laufen und habe mich lange Zeit davor gedrückt. Ich hatte viele Ausreden und Schwierigkeiten beim Training. Knieprobleme, Magenprobleme und so weiter. All die Ausreden, die alle anderen auch so haben. Aber irgendwann gab es keine Ausrede mehr.

Ich habe mir ein Ziel gesetzt und es getan. Ich bin in Rostock 2012 zu meinem ersten Marathon gestartet. Ich hatte vorher einen Halbmarathon in Berlin geschafft und dachte mir, ich gehe lieber nach vorne und kann nach dem Start frei laufen und muss mich nicht an den ganzen Leuten vorbei drängeln, wie es in Berlin war. Der Unterschied war, dass in Berlin 30 000 Menschen liefen, wobei nicht alle so schnell waren.

In Rostock waren es knapp 400 und alle waren unglaublich schnell. Ich begann also völlig überdreht und war nach 10 Km auf den letzten Platz gefallen. Von großen Schmerzen im Knie befallen, konnte ich mich nur langsam bewegen. Da ich aber nicht aufgeben wollte, lief ich weiter. Ich hatte am Anfang so überhastet begonnen, dass die Luft einfach raus war. Aufgeben gab es aber nicht.

Als letzter auf dieser Strecke schleppte ich mich weiter. Ich lief unter großen Schmerzen und dachte nur an das Ziel. 10 Km vor dem Ziel war ich ganz allein auf dem Weg. Da ich kurz vor dem Ausschluss die halbe Strecke geschafft hatte, hatte man mich dort irgendwie vergessen. Die Streckenposten gingen nach Hause während ich noch lief.

Am Abend gegen 22 Uhr (1 Stunde und 30 Minuten vor dem Schluss) war ich in einer fremden Stadt und hatte mich verlaufen. Da ich weder Geld noch ein Telefon bei hatte, versuchte ich Leute auf der Straße anzusprechen.

Nun war es schon dunkel und da spricht ein komisch aussehender Mann die Leute an. Die Leute hatten also Angst vor mir. Ein älterer Herr hielt auf dem Fahrrad an, als ich ihn ansprach.

Ich fragte ihn, ob das der richtige Weg nach Rostock sei, er verneinte und sagte, das sei der Weg nach Greifswald. Ich hatte keine Ahnung wie ich zum Ziel kommen sollte, also begleitete er mich ein Stück mit dem Fahrrad.

Der Mann begleitete mich ca. 2 Km dann musste er woanders hin. Alle Streckenposten waren bereits weg, weil man mich irgendwie vergessen hatte. Ich stand nun in einer fremden Stadt mit starken Knieschmerzen, ohne Geld, ohne Telefon, ohne Ortskenntnisse und weitere Hilfe.

Ich war ziemlich fertig, als der Mann mir sagte, dass ich doch lieber die Bahn zum Ziel nehmen sollte. Schweren Herzens nahm ich sein Angebot an. Er bezahlte mir sogar die Fahrkarte. Ich war so dankbar für seine Hilfe und sagte ihm, dass ich mich niemals dafür revanchieren kann. Er sagte, dass er sich freut, mir helfen zu können und ich bestimmt auch mal in so eine Situation komme, in der ich anderen helfen kann.

Dankbar für seine Hilfe, nahm ich (aber mit schwerem Herzen) die Bahn zum Ziel. Mein erster Marathon und ich musste aufgeben. Was für eine schreckliche Erfahrung. Also trainierte ich nun besser und lief den gleichen Marathon ein Jahr später nochmal. Diesmal waren meine Ziele klar gesetzt. Ich wollte immer im Mittelfeld bleiben, damit ich nicht wieder übersehen werde. Wieder hatte ich Knieschmerzen und starke körperliche Schwierigkeiten. Aber diesmal konnte mich nichts aufhalten und ich lief durchs Ziel.

Was für eine unfassbare Erfahrung, einen Marathon zu laufen. Stolz setzte ich mich hin und brach im Sitzen fast zusammen. Sanitäter kamen und trugen mich erstmal ins Zelt. Die Krankenschwestern, die ehrenamtlich arbeiteten, versorgten mich erstmal mit Zucker und weiteren Nährstoffen um mich wieder aufzupeppen. Meine Freundin holte mich dann aus dem Zelt ab und wir lachten darüber, dass ich mich so verausgabt hatte. Aber eine halbe Stunde und alles war wieder im Lot.

Marathon ist nicht alles

Ich lernte Leute aus einer Langstrecken Lauf-Gemeinschaft kennen, die den Namen 100Meilen trugen. Ich lernte Menschen kennen, die tatsächlich 100 Meilen (160,8Km) am Stück liefen. Ich war unglaublich beeindruckt und beschloss diesen Lauf mitzulaufen.

Aus Angst, dass mich alle auslachen würden, behielt ich es für mich, dass ich mich ein Jahr später zum 100 Meilen Lauf anmeldete. Nach dem ich einen Marathon (42,195 Km) mit Mühe und Not geschafft hatte, war das schon eine interessante Herausforderung.

Als der Tag kam, ging ich ganz entspannt an den Start. Ich lief die ersten 40 Km ohne große Probleme. An den Verpflegungspunkten machte ich schnell, um nicht zu viel Zeit zu verlieren. Wenn ich merkte, dass die ersten Schwierigkeiten kamen, setzte ich mich kurz hin und dehnte mich.

Ich tröstete mich mit dem Gedanken, dass kein Läufer 160 Km ohne Schmerzen und Probleme läuft. Ab Km 72 kam meine Freundin hinzu um mit dem Fahrrad neben mir zu fahren und mich zu unterstützen. Ich wurde nun zusehend langsamer und immer mehr Probleme traten ein. Ich sah ab Km 90 immer mehr Läufer aufgaben und zum Ziel gefahren wurden. Da das für mich aber nicht in Frage kam, machte ich weiter. Ab Kilometer 105 bekam ich so starke Schmerzen in der Gesäßmuskulatur, dass ich nicht weiter laufen konnte. Ein anderer Läufer half mir und massierte mir den Hintern. Meine Freundin lachte sich kaputt, aber danach konnte ich weiter laufen.

Die Schmerzen verlagerten sich in die Hüfte und wurden unerträglich. Ich hatte aber noch 50 Km vor mir und es waren schon 19 Stunden vergangen, es war mitten in der Nacht. Ich war nicht mehr im Stande zu gehen, weil die Schmerzen in der Hüfte so stark waren, also musste ich laufen. Sehr langsam aber zuversichtlich lief ich weiter.

Ich lief ziemlich langsam, so langsam, dass wenn man schnell ging mit mir mithalten konnte. Meine Freundin schob ihr Fahrrad neben mir, aber zu mehr war ich nicht im Stande.

10 Km weiter waren die Schmerzen so stark, dass ich mich kurz hinlegte und meine Muskeln dehnte. Als ich aufstehen wollte, konnte ich nicht mehr allein gehen und wurde von meiner Freundin ca. 50 Meter bis zum nächsten Verpflegungspunkt halb getragen.

Ein Freund, der in der Organisation tätig war, sah mich an und fragte mich, ob es nicht besser wäre aufzuhören. Ich sagte ihm, dass ich weiter mache. Er schaute auf seine Uhr und sagte: „Du hast noch 1 Stunde und 47 Minuten für 19 Km bis zum nächsten Cut-off-Point“ (dort wird man aus dem Rennen genommen, wenn man nicht rechtzeitig da ist).

Als ich das hörte, lief ich sofort los. Ich rannte auf einmal schneller als am Anfang. Ich hatte ja kaum Zeit. Was sollte ich tun? Ich musste schneller laufen und alles aus mir herausholen, denn ich hatte noch nie so starke Schmerzen erlebt und diese durften nicht umsonst sein. Ich hatte einen ziemlichen Tunnelblick und wies meine Freundin an, schneller zu fahren. Ich sagte ihr, ich würde ihrem Rücklicht folgen. Mit einem Wahnsinns-Tempo rannte ich was das Zeug hielt und schaffte es tatsächlich den Cut-off-Point noch rechtzeitig zu erreichen. Viele Emotionen flossen in dieser Zeit und ich schrie mehr als einmal. Ich entschuldigte mich danach sofort, aber ich war mit den Nerven auch ziemlich am Ende.

Ich kam am Cut-off-Point an und setzte mich erstmal hin. Meinen Triumph (dass ich es doch noch geschafft hatte) genießend, setzte ich mich erstmal hin und trank ein Malzbier. Nun hatte ich „NUR“ noch 30 Km vor mir.

Gehen klappte nicht mehr, aber laufen ging noch.

Der Sieger des Laufes war schon im Ziel als ich noch nicht mal 80 Km erreicht hatte. Meine Motivation war der Gedanke, dass ich 160 Km erfolgreich gelaufen bin und trotz großer Schmerzen geschafft habe. Ich wollte nicht allen sagen müssen, dass es nicht ging, weil ich nicht mehr gehen konnte oder andere Ausreden hatte.

Ich wollte es erreichen und habe es geschafft. Da ich die Zielzeit von 30 Stunden unterbieten musste, schaffte ich das Rennen in 29 Stunden und 48 Minuten.

Ich gebe niemals auf, egal worum es geht.

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