Läufe

Rennsteig Super Marathon – 72 Km voller Emotionen

Ich bin gestern in Thüringen den Rennsteig Supermarathon zum ersten Mal gelaufen. Eine wunderschöne Atmosphäre, mit viel Natur, aber auch vielen Teilnehmern und vor allem, vielen Höhenmetern. Wir starteten Punkt 6 in Eisenach. Ich bemerkte, dass ich richtig gut drauf war und viel Energie in mir trug. Ich lief also recht schnell, aber trotzdem sehr besonnen. Alles lief einfach phantastisch. Ich lief über 20 Km wie ein junger Gott und flog förmlich dahin. Leider muss ich aber gestehen, dass ich nicht immer der vernünftigste Läufer bin und gern Dinge austeste, die mich oft in schwierige Situationen bringen. Dieses Mal wollte ich unbedingt mit meinen neuen Five Fingers laufen. Sie haben keine richtige Sohle und dementsprechend auch keine Dämpfung. Und so merkte ich bei jedem Schritt, jeden spitzen Stein. Ich habe nicht erwartet, dass es am Rennsteig auf den Pfaden so viele spitze Steine gäbe und so taten mir nach ca 20 Km so sehr die Füße weh, dass ich mir etwas überlegen musste. Ich lief also jedes Mal, wenn ich die Möglichkeit hatte auf einer Grasnarbe, denn diese waren meist sehr weich und steinfrei. Oft ging es aber leider nicht und ich musste wieder auf den Wegen laufen. Und so schleppte ich mich dahin, Schritt für Schritt. Wenn man weiß, dass man noch über 50 Km vor sich hat, denkt man nur noch Schritt für Schritt. Ich motivierte mich mit der Tatsache, dass jeder weitere Schritt einer in Richtung Ziel ist und ich hielt mir vor Augen, wie mir im Ziel die Medaille umgehangen wird. Das ist eine starke Motivation, wenn es mir nicht gut geht. Und so kämpfte ich mit mir. Bei ca. 30 Km sah ich eine junge Frau, die sich schmerzverzehrt das Knie hielt. Ganz der Kavalier, fragte ich, ob alles in Ordnung wäre und sie sagte „nein, ich habe plötzlich starke Schmerzen im Knie“. Ich sagte ihr, dass wir ja ein Stück zusammen gehen können und dass der Schmerz auch so plötzlich verschwinden könne, wie er kam. Wir liefen also zusammen und stellten uns einander vor. Anne lief ihren ersten Ultra und hatte sich ein großes Team aus zwei weiteren Läufern und vielen Betreuern mitgebracht, die sie alle anfeuerten. Als Neuling war sie die letzte der Truppe und nun mit mir unterwegs. Ich war froh, dass ich einen Leidenspartner hatte, mit dem ich mich absprechen und gegenseitig motivieren konnte. Wir führten viele Gespräche und versuchten uns gegenseitig abzulenken. Aber die Schmerzen blieben trotzdem und so kämpften wir uns Schritt für Schritt in Richtung Ziel. Wir hatten laufend die Zeit im Auge und merkten irgendwann, dass wir es nicht mehr schaffen würden, wenn wir so weiter machten. Hinzu kam, dass die Strecke etwas mit der Länge verwirrte. Wir wussten nicht genau, ob es 72 oder mehr Km sind. Das ist natürlich kein Problem, wenn man noch genug Zeit hat, aber in unserem Fall war es tragisch, denn wir waren beide total fertig und quälten uns schon seit einigen Stunden. Ich merkte, dass ich mit ihrer Geschwindigkeit nicht mehr mithalten konnte und sagte ihr, dass sie vorrennen solle. Als sie dann weg war, packte mich aber der Ehrgeiz und ich versuchte mich mental zu besinnen. Ich setzte mich, schloss die Augen, dehnte mich kurz und beschloss nun wie der Teufel zu rennen. Ich fragte beim nächsten Verpflegungspunkt, wie weit es noch wäre. Die Dame sagte mir, es wären noch 9 Km in 1.13 Stunden. Ich wusste aber, dass ich nicht ordentlich auftreten konnte, weil mir bei jedem Schritt die Füße weh taten. Jetzt wusste ich aber, es geht ums ganze. Ich würde niemals in so einer Situation das Handtuch werfen. Wenn ich schon so leiden muss, will ich auch die Medaille dafür bekommen. Also rannte ich los und spürte meine Füße und meine muskulären Schmerzen. Mein Knie tat weh, meine Hüfte schmerzte und meine Füße bekamen jedes Mal einen starken stechenden Schmerz, wenn ich auf einen der vielen Steine trat. Ich biss die Zähne zusammen und ballte meine Fäuste vor Schmerz, aber ich wusste, dass das alles bald vorbei wäre, wenn ich jetzt weiter machte. Jetzt musste ich kämpfen und alles geben, damit es nicht umsonst war. Ich überholte nun viele weitere Läufer und konnte auch Anne wieder einholen. Sie lief mit mir im selben Tempo und wir versuchten uns gegenseitig zu pushen. Als wir dann das Tor sahen, viel uns beide eine große Last von den Schultern. Wir liefen etwas langsamer und entspannter hin und merkten auf einmal, dass es gar nicht das Ziel-Tor war sondern nur ein Tor, das zum Ziel führte. Die Dame am Tor sagte: „nur noch einen Kilometer, dann habt ihr es geschafft“. Ihr könnt euch denken, wie es mir in diesem Moment ging. Ich rannte also weiter mit Anne und wir rannten durch ein zweites Tor, bis wir dann endlich das Ziel-Tor entdeckten. Ich war so voller Glückshormone, dass ich nochmal alles aus mir herausholte, um nicht durchs Ziel zu kriechen. Endlich kam der lang ersehnte Moment und ich bekam meine Medaille, Anne und ich schlossen uns gegenseitig in die Arme und direkt darauf, legte ich mich auf die Wiese und wollte nur noch ausruhen. Ich konnte dann aber im Bus über eine Stunde schlafen, was mir sehr weiter half. Trotz der vielen harten Umstände, konnten wir es schaffen. Wir haben nicht aufgegeben, obwohl wir beide stark gelitten haben. Aber das ganze Leiden hat sich gelohnt, denn nun haben wir beide eine Geschichte, die wir für ewig positiv erzählen können, anstatt allen zu erklären, warum wir es nicht schaffen konnten.

GETTING TOUGH THE RACE V 2016

Ich bin gestern mit meinen Jungs, den Sturmwölfen bei -4 bis 1 Grad den Getting Tough in Rudolstadt (Thüringen) gelaufen. 24 Km voller Eis, Schnee, Schlamm und Wasser. (Die Eishölle von Rudolstadt) Der Anfang war sehr kühl. Es waren am Morgen -4 Grad und der Frost bedeckte alle Wiesen und Pflanzen. Die Gespräche der Läufer handelten nur davon, wie sie sich vor der Kälte schützen konnten und was sie dafür alles anzogen. Manche trugen Neopren Anzüge, manche Plastiktüten (unter der Kleidung). Ein paar Verrückte wollten die Strecke halb nackt bestreiten. In der Regel bereiten sich alle gut auf diese Kälte und die Umstände vor, wir nicht! Meine Wölfe und ich (4 Leute aus der Gruppe) starten den Lauf mit kurzen Hosen und Oberkörper frei. Meine Ausrüstung bestand aus Shorts, Five Fingers und einer Mütze. Handschuhe hatte ich nicht dabei, aber ich wollte sowieso mal testen, ob man auch ohne laufen kann. Heute weiß ich, das sollte man besser nicht tun. Der Lauf begann. Wir stürmten mit unserer Fahne bewaffnet über das Feld der Ehre. Die erste Station war ein Hindernis, bei dem man unter Stacheldraht durchkriechen musste. Direkt danach ging es sofort ins Wasser. Bis zur Hüfte steckten wir im schlammigen Wasser. Nass aber fit. Bei so einem Lauf lebt man durch die Hilfe aller. Es ist annähernd unmöglich, so einen Lauf allein zu bewältigen, da man nicht alle Hindernisse allein schaffen kann. Wenn man einen hohen, schlammigen Berg hinauf muss, an dem man immer wieder runter rutscht, ist es notwendig, dass man sich gegenseitig hilft. Da diesmal 3000 Leute am Start waren, gab es Massen von Menschen in den ersten Wassergräben. Durchnässt ging es weiter. Wir liefen nun ein Stück durch die Straßen und dann in den Wald. Meine Hände waren eiskalt und ich wusste, dass es eine scheiß Idee war, ohne Handschuhe zu laufen. Im Wald gab es viele Höhenmeter zu bestehen, aber das ging, da die Sonne nun schien, jetzt wurde es auch langsam warm. Es waren zwar immer noch Minusgrade, aber wir froren in der Sonne nicht. Nun kam die erste Wartestelle. Wir standen und standen und wussten nicht, was auf uns wartet. Es war ein Hindernis, bei dem man drei Holzwände überwinden musste. Relativ einfach, aber es dauerte bis man drüber war. Wir standen also in großer Menge und warteten. Die Leute um uns herum zitterten schon vor Kälte und traten uns mit viel Respekt gegenüber, weil wir so leicht bekleidet waren. Viele Kilometer ging es mit diesem Spiel. Bis Kilometer 20 war alles harmlos. Nun wurde es aber langsam feucht. Da wir diesen Lauf bereits vor zwei Jahren bestritten haben, wusste wir, dass die Hölle erst auf den letzten Kilometern ausbrechen würde. Und so kamen wir zum großen Wassergraben. Man geht rein und läuft im Wasser bis zur Brust ca. 100 Meter in eine Richtung, dann um die Ecke, dort sieht man, dass es den gleichen Weg zurück geht. Wir handelten wie Wölfe und gingen aufrecht und ohne Klage. Mein Körper ist ganz gut gegen kaltes Wasser abgehärtet, aber die Hände waren kaum noch zu gebrauchen. Bewegungen der Finger waren nur noch eingeschränkt möglich. Ich konnte an den Hindernissen noch die Stangen und Wände greifen, aber Feinarbeit war aussichtslos. Ich rutschte, nach dem Wassergraben immer wieder, mit der Hacke aus meinem Schuh und schaffte es kaum, die Hacke, mit der Hand, wieder reinzubekommen. Wir kamen an ein Hindernis, durch das man krabbeln musste. Ich kam an, sah, dass man ins Wasser musste und dann unter einer Stange (kniehoch) durch tauchen sollte. Ich nahm also meine Mütze ab, tauchte mit dem Kopf unter der Stange durch und hob die Mütze drüber entlang, dass sie nicht nass wurde. Das ganze Spiel machte ich zwei Mal, dann war ich kalt und nass, aber die Mütze wärmte mich wieder. Nach so einer Aktion muss man sich erstmal wieder aufwärmen, und ich betete innerlich, dass nicht sofort das nächste Wasserhindernis kommt. Aber selbstverständlich kam es schon. Ein Tunnel, in dem man mit Fontänen nass gespritzt wird. Ich krabbelte so, dass mich die Fontänen kaum trafen, aber meine Hände wurden immer kälter (ständig nass) und schmerzhafter. Ich versuchte sie unter meinen Armen zu wärmen, denn die Schmerzen wurden immer schlimmer denn Kälte und Anstrengung forderten ihren Tribut. Aus den Kehlen der anderen hallte ein lautes: „Sturmwölfe! – Ahuuuuu!“. So motivierten wir uns, wenn wir schwach wurden. Wieder betete ich, dass ich mich wieder aufwärmen konnte, aber wir zitterten gemeinsam am ganzen Körper. Das Klappern der Zähne konnte ich mit einem tiefen Atem ganz gut überlisten, aber es war ziemlich schwer, nicht die Fassung zu verlieren. Nun liefen wir wieder schneller, damit uns endlich wieder wärmer wurde. Die Nässe entzieht dem Körper so viel Wärme, dass man dem kaum entgegen treten kann. Zum Glück kamen ein paar Tee Stationen. Der Tee war heiß und es fühlte sich ziemlich schmerzhaft im Mund an. Wenn ich den Tee trank, merkte ich erst, wie kalt es wirklich war. Alles OK, es ging weiter. Das Hauptspektakel war das Schwimmbecken und das stand uns noch bevor. Man springt rein, läuft ein Stück und muss dann unter zehn Baumstämmen durch tauchen. Ich stellte mich dieser Aufgabe, wohl mit dem Wissen, dass ich jetzt fürchterliche Schmerzen erleiden würde. Es kam schlimmer als ich es mir vorstellen konnte. Ich setzte meine Mütze ab und tauchte unter dem ersten Stamm durch. Der Kopf brannte sofort und ich hatte schreckliche Kälte-Schmerzen. Ich wusste, ich muss weiter gehen, denn über den Körper verliere ich auch Wärme im Wasser. Also machte ich weiter. Jeder Tauchgang war die Hölle und ich schrie im Wasser vor Schmerzen, wo mich niemand hören konnte. Wenn ich auftauchte, rubbelte ich wie wahnsinnig meinen Kopf um ein bisschen die Durchblutung anzuregen und den Kopf wieder warm zu kriegen. Zum Anfang ging es, aber das Wasser tat so weh, dass ich begann, Sterne zu sehen. Ich wusste, dass ich das nicht lange durchhalten konnte, also tauchte ich nicht mehr nach oben und nahm von nun an immer zwei Baumstämme. Die Schmerzen waren unerträglich, wenn ich auftauchte und ich begann vor Schmerzen langsam zu verzweifeln. Ich wartete kurz und rubbelte wieder meinen Kopf. Der Taucher, der neben mir stand (um die ganzen unterkühlten Wasserleichen raus zu fischen) sagte mir, dass es nur noch zwei Stämme sind, dann ich habe ich es geschafft. Ich konnte nicht mehr richtig sehen weil ich die Augen nicht mehr aufkriegte. Ich nahm die Hürde und tauchte das letzte Mal durch, beide Stämme auf einmal. Ich schrie vor Schmerzen, doch es konnte kaum einer hören, weil alle Läufer im Wasser schrieen, kreischten und weinten. Es war ein großer Moment, als ich sah, wie alle anderen leideten und trotzdem nicht aufgaben. So viel Mut verdient Respekt und Anerkennung. Völlig erschöpft, kam ich aus dem Wasser und versuchte mich durch ein paar Bewegungen (in der Sonne) wieder etwas aufzuwärmen. Schnell merkte ich, dass die Luft erstmal raus war. Ich musste mich kurz ausruhen, denn die Kälte hatte unglaublich viel Energie gezehrt. Ich sah, dass meine Startnummer sich an einer Nadel der Hose gelöst hatte. Ich versuchte, die Nadel zu schließen, scheiterte aber. Ich sprach einen Helfer an, der mir dann auch half. Keine 10 Meter entfernt, musste man sich an einer Stange über das Wasser hangeln. Reihenweise vielen die Läufer von der Stange runter ins Wasser. Ich wusste, dass ich nicht mehr so viel Kraft hatte und sprang gleich ins Wasser. Mit dem Körper kann ich Kälte recht gut ertragen. Das war kein Problem. Ich fand das Wasser nicht mal so kalt. Ich ließ sogar zwei meiner Sturmwölfe vor, bis ich dann selbst aus dem Wasser kletterte. Jetzt wurde es aber richtig kalt, also wieder schnell laufen um aufzuwärmen. Die Hände und der Kopf taten mir weh. Ich betete für einen langen Laufweg und wenig Wasser. Zu meinem Glück zog sich die Strecke über eine längere Distanz hin. Sandsack tragen, über Gerüste klettern, durch Tunnel kriechen, alles kein Problem, denn es kam erstmal kein Wasser. Wir wussten aber alle, das Ziel ist noch nicht erreicht. Auch wenn wir den Sprecher aus den Boxen des Ziels schon hören konnten, waren wir noch lange nicht am Ende. Wieder kamen hohe Türme und Wasser, Wasser, Wasser. Langsam war ich so ausgelaugt, dass ich es kaum noch allein schaffte, mich über die Hindernisse zu bewegen. Ich bekam nun bei jedem mal Klettern Krämpfe in der rechten Wade. Ich versuchte dann immer den Fuß heranzuziehen, aber hatte keine Chance. Das Bein verkrampfte so stark, dass ich unter Schmerzen immer runter springen musste um das Bein zu dehnen. Kameradschaftlich halfen mir aber alle. Keiner ließ mich hängen. Meine Jungs waren immer da, aber auch fremde Läufer halfen mir so gut es ging. Der schlimmste Augenblick war in einem Hindernis, bei dem man auf einem Turm klettern musste, bei dem von allen Seiten Wasser-Fontänen kamen. Ich merkte, dass ich völlig fertig war und begann die Orientierung zu verlieren. Angst und Panik machten sich in mir bemerkbar weil ich darüber nachdachte, was passiert, wenn ich irgendwo hängen bleibe und nicht raus komme. Es ging aber alles gut und wir machten weiter. Die Eishölle beginnt erst im Stadion auf den letzten 500 bis 1000 Metern. Dort brechen viele zusammen, wir aber nicht! Ich kam mit den Jungs und unseren zwei Damen in die letzten Wassercontainer. Dort wollte ich durch und verlor einen Schuh im Wasser. Das Wasser war so trüb, dass ich nichts entdecken konnte, also ging ich ohne weiter. Als ich das zweite Bein über den Container-Rand hob, verlor ich auch den zweiten Schuh. Und das bei immer noch -1 Grad. Also lief ich ohne Schuhe weiter. Es waren vielleicht noch 500 bis 600 Meter zu schaffen und ich biss die Zähne zusammen. Da ich aber nun auch schon recht weich auf den Knien war und ständig Wadenkrämpfe bekam, war es ziemlich schwierig die großen Gerüste, barfuß, hoch und runter zu klettern. Ein Klettergerüst hatte etwa eine Höhe von vermutlich 8 bis 10 Metern. Man konnte herunter klettern oder an einer Stange rutschen. Ich wagte es und rutschte runter, weil ich keine Kraft mehr zum Klettern hatte. Unten angekommen, kamen wieder Traktor Reifen, über die man klettern musste, keine Ahnung wie viele, 5 Stück hintereinander, 10 Stück…. keine Ahnung, es waren viele. Einer der Helfer an der Seite sagte, es sind nur noch zwei Hindernisse. Ich glaubte ihm nicht, weil ich so verzweifelt und fertig war, dass wenn ich es geglaubt hätte, und dann mehr gekommen wären, ich ausgerastet wäre. Ich war nervlich und körperlich lange über meine Grenzen hinausgegangen. Also machte ich einfach weiter. Und tatsächlich. Es ging über eine große Betonwand und ich konnte schon das Ziel sehen. Hoffnung machte sich neben Schmerzen und ständigen Krämpfen in mir bemerkbar. Ich kletterte die zweite Wand herunter und ging zum letzten Hindernis. Ein Tunnel (ich glaube, Fuchsbau Tunnel genannt oder so ähnlich, auf jeden Fall sehr eng und klein). Ich begann durch zu kriechen. Der Untergrund war mit großen und harten Kieselsteinen aufgefüllt. Jede Bewegung tat mir weh und ich stöhnte vor Schmerzen. Aber ich wusste auch, dass es gleich geschafft war. Allerdings, war ich so langsam, dass mich jemand von hinten tatsächlich an den Füßen packte und mich immer wieder vor schob. Auf diesem Wege, möchte ich dir danken. Ich war geistig nicht mehr in der Lage mich umzudrehen und dir in die Augen zu schauen um mich dafür zu bedanken. Du hast mir bestimmt 3 bis 4 Minuten erspart. Aus dem Tunnel, ging es direkt zum Ziel. Die Veranstalter schauten nicht schlecht, als sie uns (halbnackt und ich ohne Schuhe) dort ankamen sahen. Wir bekamen unsere Medaille und ich ging sofort ins Kleidungszelt, zog meine Jacke an und legte mich erstmal direkt neben die Heizung um schnell wieder aufzuwärmen. Meine Hände und Füße waren so taub von der Kälte, dass ich mich nicht mehr bewegen konnte. Die Partnerin meines Freundes Marco, zog mir darauf hin die Socken und Schuhe an, weil ich dazu nicht mehr in der Lage war. Jemand anders machte mir eine Banane auf und eine Flasche mit Fanta wurde mir aufgedreht. Leicht benebelt wurde ich von allen versorgt 😀 Wir fuhren dann ins Hotel. Ich sprang sofort unter die Dusche. Mit vielen Schmerzen erlebte ich, wie mein Körper sich langsam wieder zur Normaltemperatur aufwärmte. Es dauerte bestimmt zwei Stunden, bis ich wieder vollkommen warm war. Mein Fazit von diesem Lauf ist: Der härteste Hindernis-Lauf, den ich mir bisher vorstellen konnte. Ich habe auch schon härtere Läufe gemacht, weil ich manchmal ein bisschen verrückt bin, aber noch nie einen derartig harten Hindernislauf. Meinen Dank und Respekt an alle Organisatoren, ihr seid wahre Sadisten. So viel Leid, wie ihr uns zugeführt habt, kann nur einer kranken Seele entspringen. Ihr habt meinen vollen Respekt dafür. Das Motto war: „Schmerz geht, Stolz bleibt“. Die Definition für dieses Statement habe ich nun selbst am eigenen Leib zu spüren bekommen und kann dem nur beipflichten. Ich habe vieles bei diesem Lauf gelernt und bin unheimlich dankbar für die Erfahrung und alle Schmerzen.

HARZER KAILER RUN 2015

Am Sonntag, 14.06.15, bin ich den Harzer Kailer Run gelaufen. 24 Km mit einigen Höhenmetern und insgesamt 58 Hindernissen. Die Veranstalter haben sich echt etwas einfallen lassen und waren sehr kreativ bei den vielen neuen Hindernissen. Zuerst lief ich mit meinem Freund Martin, seinem kleinen Sohn und meiner 8 jährigen Tochter die Kinderrunde (2 Km). Es war ihr erster Hindernislauf und ich sagte ihr, sie soll langsam starten und sich dann steigern. Natürlich haben Eltern immer unrecht und das Kind startete wie ein Wirbelsturm. Nach ca. 800 Metern bändigte sich dieser Sturm zu einem lauen Lüftchen und sie konnte nicht mehr. Jetzt musste sie hart sein, denn ich kenne da kein Erbarmen. Jetzt musste sie durch. Aber sie machte das echt super und lief weiter. Kein Hindernis konnte sie aufhalten und wir liefen durchs Ziel und freuten uns gemeinsam über diesen tollen ersten Lauf und natürlich über die tolle Medaille. Nun war ich durchgenässt und musste noch eine Stunde auf meinen Start warten. Meine Freundin und meine Tochter versüßten mir aber die Zeit sehr schön. Ich lief wieder ganz natürlich mit Zehenschuhen (Five Fingers), merkte aber gleich im ersten Schwimmbecken, dass ich sie ständig fast verliere. Da ich keine Lust hatte, sie im Schlamm zu suchen, zog ich sie aus und trug sie nun in der Hand. Nach der ersten Runde (insgesamt 3 Runden a` 8 Km) ließ ich die Schuhe zurück und lief ohne weiter. Es war einfach toll die Strecke barfuß zu laufen. Natürlich hatte ich schon einige Schwierigkeiten, ich rutschte an jeder glatten Stelle aus, was gefühlte 50 Mal waren, aber ich hatte riesigen Spaß. Vom Schwierigkeitsgrad war der Lauf in Ordnung, weil ich recht langsam und entspannt lief. Wenn ich schon ohne Schuhe laufe, muss ich mich nicht noch beeilen. Aber das schönste am ganzen Lauf war, dass meine Freundin und meine Tochter immer auf den letzten 500 Metern der Runden auf mich warteten und immer ein Stückchen mit mir liefen. Meine Tochter sagte in der zweiten Runde, dass sie am Ende mit mir zusammen das ganze letzte Stück laufen- und die restlichen Hindernisse meistern wolle. Ich freute mich nun schon die ganze dritte Runde auf dieses Finale und lief nun etwas schneller. So einige Steine und Wurzeln brannten mir unter den Füßen und ich rutschte was das Zeug hielt. Als ich durch den letzten Fluss über die Steine ging, konnte ich meine Tochter schon sehen. Ich rief ihren Namen und sie freute sich sehr. Sofort liefen wir zusammen los und meisterten die Hindernisse als Team. Sie machte alles mit, nur bei den Stromkabeln wollte sie nicht mit machen. Nachdem ich zwei Mal Stromschläge bekommen hatte, fand ich diese Einsicht auch ganz gut. Das vorletzte Hindernis war ein 10 Meter langes Becken mit Wasser und Schlamm gefüllt, durch das wir schwimmen mussten, aber sie scheute sich nicht und ging tapfer mit mir baden. Ich half ihr dann auch über das letzte Dach, über das wir klettern mussten. Sie war sehr tapfer und hat mich wahnsinnig stolz gemacht. Ein tolles Kind und eine wundervolle Freundin, die mich mit ihrer Anwesenheit immer wieder motiviert haben, das beste aus mir zu holen. Alles in allem kann ich nur sagen, dass wir alle viel Spaß hatten. Ein tolles Wochenende und ein klasse Lauf. PS: Ich habe auch eine leichten Faible dafür wie ein Urmensch auf dem Bild mit dem Schlammloch auszusehen. Das zeigt meine wahre Seele.

BRAVEHEARTBATTLE 2016

Am 12. März bin ich, mit meinen Jungs, zum Braveheart Battle gestartet. 30 Masterchief-Kilometer, die mal etwas kürzer oder länger als ein normaler Kilometer sind. Geschätzt wurde die Strecke auf ca. 32 Km mit ungefähr 50 Hindernissen. Wir kamen in Bischofsheim an und entspannten uns erstmal bei einem guten Essen in einem kleinen, sehr rustikalen Bauern-Restaurant. Es war sehr herzlich eingerichtet. Dann holten wir unsere Startnummern ab. Dort sah ich die anderen Frauen und Männer aus unserem Team „Sturmwölfe“. Ich habe Anfang diesen Jahres beschlossen, dass ich all meine Läufe barfuß absolviere. Daher hatte ich mein Training für diesen Lauf barfuß gestaltet und mich natürlich eine Woche vor dem Lauf verletzt 😀 Ich hatte eine Blase an jedem Fuß, die dann sehr unschön aufging und sich entzündete. Die Schmerzen (eine Woche vor dem Lauf) waren so schlimm, dass ich den Fuß nicht auftreten konnte. Ich bin in solchen Situationen immer sehr optimistisch und dachte, dass kriege ich schon hin, ärgerte mich aber über diese Verletzung und beschloss schweren Herzens, den Lauf doch mit Schuhen (Five Fingers) zu laufen. Ich machte mir immer einen Spaß daraus und sagte, „vielleicht hab ich ja Glück und verliere einen Schuh im Schlamm und kann dann ohne weiter laufen“. Bis zum Lauftag musste ich den linken Fuß verbunden mit Salbe behandeln, weil die Entzündung noch da war. Ich klebte mir also ein wasserdichtes Pflaster auf die Wunde, für das der Apotheker schwor, dass es mindestens drei Stunden halten sollte. Nach gefühlten 10 Minuten, riss ich die restlichen Fetzen ab 😀 Zum Glück merkte ich, dass wir alle ein bisschen angeschlagen waren. Martin war erkältet, Colin sah nicht so gut aus, Peer fühlte sich nicht fit und ich hatte meine Fuß Probleme. Nur Andre und unsere Damen (Janny und Nicole) glänzten. Der Lauf startete, also wurden die Probleme nebensächlich. Jetzt zählte, worum es allen ging. Es war ziemlich kalt, 2 bis 3 Grad Celsius. Ich hatte mich darauf vorbereitet, den Lauf in kurzer Hose, mit freiem Oberkörper zu bestreiten. Wenn ich schon nicht zu den schnellsten gehöre, will ich wenigstens einer der Verrücktesten sein. Auch wenn der Bauch kein Sixpack zeigte, präsentierte ich ihn voller Stolz. Als Team hatten wir natürlich die Fahne bei und ich durfte sie zum Anfang tragen. Wir rannten los. Die anderen Läufer aus meinem Team waren sehr motiviert und rannten recht schnell an. Ich merkte aber, dass es mir zu schnell war und versuchte im allgemeinen- aber auch persönlichem Interesse das Tempo der Gruppe etwas zu reduzieren. Es kamen die ersten Steigungen im Gelände. Meine Füße taten schon jetzt so weh, dass ich versuchte auf dem Außenriss oder dem Hacken zu laufen. Es war schwer, aber es ging. Die ersten Hindernisse kamen, unbedeutend und leicht zu meistern. Langsam kamen wir aber in Richtung Berge. Ich hatte mich vorher immer gewundert, warum alle anderen so beeindruckt von den Bergen sprachen. Meine Antwort war immer: „du kannst die Berge doch hochlaufen, so schlimm wird’s schon nicht werden …“. Als ich die Berge sah, wusste ich, warum alle darüber sprachen 😀 Ich schätze die Strecke vom Berg bis ins Tal auf 100 bis 150 Meter (gefühlt), die Steigung war ziemlich ordentlich und ist von mir auf ca. 30 Grad geschätzt. Die Berge waren so steil und rutschig, dass man sie nicht herunterlaufen, sondern auf dem Waldboden, der noch teilweise mit Schnee bedeckt war, rutschen musste. Es kam dabei auch schonmal vor, dass man keinen Halt mehr fand und bis zu 30 Meter bei ca. 20 Km/h runter rutschte. Es war also recht spannend und wir sahen einige Verletzte, die Äste oder ähnliches beim Rutschen abkriegten. Unten angekommen, merkte ich, dass wir wieder hochklettern mussten. Also ging ich mit meinen Five Fingers zum Klettern und zog mich mit Hilfe der anderen hoch. Meine Schuhe hatten gar kein Profil und so wurde die Steigung auch zu einer unschönen Rutschpartie. Ich kletterte und kletterte und rutschte immer wieder ab, bis zu 5 Meter runter (bis mich andere Läufer auffingen und hielten). Der Zusammenhalt und die Bereitschaft anderen zu helfen war bei diesem Lauf unvergleichlich und einfach toll anzusehen. Oben angekommen, warteten wir in der Gruppe, bis alle da waren. Nun hieß es wieder runter rutschen, unten angekommen wieder hochklettern. Als ich nach vorn schaute, sah ich, dass wir noch einige Mal hoch und runter klettern mussten. Ich weiß nicht mehr, wie oft, aber es waren insgesamt fünf oder sechs Mal, die wir klettern und rutschen mussten. Nun hatten wir das (meiner Meinung nach härteste) Hindernis geschafft. Es ging weiter. Wir liefen nun einen schneebedeckten Berg hoch, der nicht mehr so steil war und kamen zu einer Verpflegungsstation. Nutella Brote, trockenes Brot und Wasser wurden gereicht. Da ich kein Nutella esse, nahm ich trockenes Brot und weil es so trocken war, biss ich immer ein Stück ab und spülte es mit Wasser runter. Das Brot war so hart, dass ich die Stücken richtig abreißen musste, weil es kaum zu beißen ging. Auf dem Berg kam die Kälte, der Wind pfiff uns von allen Seiten um die Ohren. Auch war ich schockiert, als ich sah, dass wir erst wenige Kilometer geschafft hatten. Ich glaube auf dem Berg waren es 7 Km und wir hatten nach einigen Stunden, die wir schon liefen noch einiges vor uns. Also wieder Tempo machen. Diesmal ging es einfacher, da wir nun bergab liefen und ich so meine Körper Temperatur aufwärmen konnte. Nun ging es durch Gräben und wir kletterten durch Autos. Nun kamen auch ein paar Wasserstrahlen und wir wurden endlich mal ein bisschen nass. Ich hatte mich schon vorher geärgert, dass nicht so viele Hindernisse kommen, bei denen man nass wird und dachte, dass es so viel zu einfach wird, aber ich wusste offensichtlich nicht, wovon ich spreche. Jetzt kamen wir in die Stadt und mussten durch Wasser-Container laufen, kriechen und durch Flüsse gehen. Alles anstrengend, aber noch machbar. Nach Kilometer 16 kamen wir an die lang ersehnten Schlammlöcher. Nun wurde es schmutzig. Wir sprangen vom Rand in die Schlammgruben (ca. 2 Meter tief) und sanken bis zur Hüfte in den Matsch / Wasser. Die ersten Gruben waren in Ordnung aber der Ausstieg war sehr mühsam, da alles ziemlich glatt und rutschig war. Es gab einfach keine Möglichkeit sich irgendwo fest zu halten und sich so allein raus zu ziehen, also blieb nur die Gemeinschaft. Von vorn zogen sie mich an den Armen, von hinten drückten sie mich an den Beinen und am Hinten hoch. Ich freute mich, dass alle so zusammen hielten und schrie dann immer ein glückliches „Danke“ aus. Nun war auch Nancy (die Freundin von Peer) da und filmte uns mit dem Handy. Die letzte Schlammgrube war anders als alle anderen zuvor. Der Schlamm war so zäh und fest, dass wir die Füße nicht mehr raus bekamen. Überall hörte man: „ich kriege die Beine nicht mehr raus“. Ein Mann, der neben mir stand, hatte das selbe Problem. Er zog sein Bein hoch und ich mit den Armen an seinem Knie um ihm zu helfen. Es war eine ziemliche Tortur. Ich überlegte, wie man das Problem lösen konnte und lies mich mit steifem Körper nach vorne fallen. So legte ich mich längst auf den Schlamm, der so fest war, dass ich nicht einsickerte und gleichzeitig zogen sich meine Beine raus. Auf dem Bauch robbte ich so bis zum Ende durch. Aber auch hier war der Ausstieg aus der Grube allein nicht möglich. Wieder halfen mir zwei bis drei Leute und holten mich aus der Grube. Als ich ausstieg zog ich meine Five Fingers nochmal richtig an und ging weiter. Ein paar Meter weiter wie von Zauberhand schaute ich auf meine Füße und sah, dass mein Chip (Zeit-Chip) und mein linker Schuh weg waren. Ich hatte ihn gerade noch gerichtet und nun war er weg. Ziemlich seltsam, aber ich fand ihn auch nicht wieder und beschloss ohne weiter zu laufen, die Hälfte hatte ich ja schließlich schon geschafft. Mit einem Lächeln im Herzen lief ich weiter, weil ich immer daran denken musste, dass ich vorher noch gesagt hatte, dass wenn ich Glück habe, ich die Schuhe vielleicht im Schlamm verliere und ohne weiter laufen muss. Das dumme war nur, dass mein linker Fuß diese offene Wunder unter dem Ballen hatte und ich nun bei jedem Schritt direkt drauf trat, ohne Pflaster. Naja, zum Glück war es so kalt, dass der Fuß innerhalb von wenigen Minuten so eingefroren war, dass ich keine Schmerzen mehr spürte und einfach weiter lief. Ich überlegte natürlich den rechten Schuh auch wegzuwerfen, aber da wir noch durch einige Flüsse mussten und ich Verletzungs-Angst vor nicht sichtbaren, spitzen Steinen hatte, behielt ich ihn an. Zwei Kilometer später warf ich ihn dann aber auch weg. Nun hatte ich es geschafft. Ich konnte endlich barfuß laufen, aber die Strecke wurde nicht leichter. Zusammen kämpften wir uns durch jeden Fluss und jedes Hindernis. Wir trotzten der Kälte, den Hindernissen und der Strecke, bis wir schließlich einen Berg hochliefen und uns ein anderer Läufer entgegen kam und sagte, dass das Rennen eben abgebrochen wurde, weil es schon 18 Uhr ist und sie uns nicht mehr weiter machen lassen können. Ich verstand die Situation erst nicht und war schweinesauer. Jetzt hatten wir uns 26 Km gequält und nun das. Stark erschöpft und mit eingebrochener Motivation begannen sofort die Schmerzen und ich humpelte den Berg wieder runter in Richtung (Abkürzung) Ziel. Unterwegs bekamen wir Decken und ein Linienbus hielt an und nahm uns mit. Im Bus saß ich das erste Mal nach sieben Stunden Qual. Ich schaute kurz auf die Unterseite meines Fußes, der sich langsam wieder aufwärmte und schaute sofort wieder weg, weil es nicht besonders gut aussah. Die Motivation war weg und Erschöpfung und Schmerzen kamen ziemlich schnell und stark. Der Veranstalter hatte ich sich ein bisschen mit den Hindernissen und der neuen Strecke verschätzt und so blieben von ca. 3000 Läufer über die Hälfte auf der Strecke und kamen nicht richtig durchs Ziel. Da alles so schwierig gelaufen war, durften wir am Ziel aber doch durchlaufen und bekamen unsere Medaille. Inzwischen war das ganze Adrenalin aus meinem Körper verschwunden und ich war leicht unterkühlt. Immer noch barfuß und in einer Decke (mit freiem Oberkörper) eingehüllt, gingen wir zitternd zu unseren Sachen. Wir sahen alle ziemlich gut aus und waren von oben bis unten mit getrockneten Schlamm bedeckt. Da aber gerade ca. 1500 Läufer zeitgleich im Ziel ankamen, waren die Duschen überfüllt und wir verzichteten darauf zu warten. Wir zogen uns jetzt um. Ich war so fertig, dass ich nicht mehr in der Lage war, meine Handschuhe allein auszuziehen oder meinen Jacken-Reißverschluss zuzumachen. Ich zog mir nur meinen Pullover, Jacke und Schuhe an. Die völlig verdreckte Laufhose ließ ich an, weil ich von oben bis unten voller Schlamm war. So stiegen wir in die Autos ein und fuhren nach Hause. Im Auto humpelnd angekommen, schlief ich sofort ein und war erstmal für drei Stunden scheintod. Als ich dann etwas aß, war ich sogar wieder in der Lage etwas zu sprechen, aber immer noch stark angeschlagen. Zum Glück fuhren wir recht schnell und alles klappte einfach fantastisch. Als Fazit muss ich gestehen, dass ich diesen Lauf anfangs völlig unterschätzt habe. Es war mit großem Abstand der härteste Hindernislauf, den ich je gemacht habe. Die Hindernisse waren ziemlich langwierig und schwer zu meistern. Meinen hohen Respekt an alle, die den Lauf richtig gefinished oder wie wir wenigstens bis zum Ende des Laufes gekommen sind. Und großen Respekt an unsere Damen Nicole und Janny, die das Tempo der Gruppe stark erhöht haben. Wir Männer waren alle fertig und haben hinterher gehangen und die Mädels haben uns laufend stehen lassen. Ehre, wem Ehre gebührt und ihr habt sie euch einfach verdient. Keiner von uns „harten Hunden“ hat das Rennen richtig gefinished, aber wir haben gekämpft wie Wölfe. Im nächsten Jahr laufen wir wieder und zeigen was wir drauf haben. Als persönliches Fazit habe ich bemerkt, dass ich mir selbst gern Dinge antue, die nicht immer gut für meine Gesundheit aber verdammt gut für meine Gedanken sind. Meine Füße sind beide noch ziemlich verletzt, verbunden und müssen noch heilen, aber ich bin verdammt stolz, dass alles gekommen ist, wie es kam. Ich freue mich schon auf die nächsten Läufe mit meinen Wölfen. Ahhuuuuuuu

Tough Guy England 2017

Ich bin am Sonntag den 30. und letzten originalen Tough Guy in Wolverhampton, England gelaufen. 18 Km voller Monster, Schrecken und Ängste. Wir versammelten uns am Morgen, ganz entspannt und fuhren vom Hotel los. Auf dem Weg merkte ich, dass ich ganz notwendig und vorallem sehr plötzlich Wasser lassen musste. Nicht um die Frage verlegen, ob der Fahrer kurz stoppen könne, sagte er: „NEIN, wir müssen da hin, verkneif es dir noch 15 Minuten. Das ist dein erstes Hindernis für den heutigen Tag.“ Die nächste rote Ampel nutzte ich um spontan aus dem Auto zu springen und mich zu entlasten. Mit relativ entspannt- genervten Worten wurde kurz reagiert, aber schnell waren wir wieder im Gedanken beim Lauf. Wie immer wollte ich nackt laufen (kurze Hose, Mütze, Flipflops). Ich hatte mir bewusst keine Sportschuhe gekauft, weil ich sie bei den zwei letzten Läufen jeweils verloren hatte. Also war mir spontan die Idee gekommen, einfach in Flipflops zu laufen, weil ich sie ja sowieso verlieren würde. Nachdem mich alle für verrückt erklärten und ich merkte, dass die Flipflops bei nassem Boden sehr sehr rutschig waren, fragte ich zig Leute, ob sie Tape bei hätten, damit ich sie mir an den Fuß tapen kann. Die Hoffnung war, dass sie so ein paar Kilometer länger tragen könnte und sie nicht sofort im Schlamm verliere. Der Start kam immer näher und ich zog mich aus. Frisch vom unbarmherzigen, englischen Wetter abgekühlt gingen wir zum Startpunkt. Es war 10.30 Uhr. 11 Uhr sollte es los gehen und wir standen im Block. Plötzlich kam die Nachricht, dass sich der Start aufgrund der Masse an Teilnehmern um 45 Minuten verzögern würde. Ich ärgerte mich innerlich, weil die Kälte beim herumstehen so viel Energie kostet und ich nicht durch eine Verzögerung meine ganze Kraft verlieren wollte. Also immer bewegen um warm zu bleiben und nicht auszukühlen. Nach dem Start warfen viele Läufer einzelne Kleidungsstücke weg um ohne sie zu laufen. Ich sah Jacken, T-Shirts und Pullover mitten auf den Wegen liegen. Später nahm ich eine Jacke falls es mir doch zu kalt werden sollte. Der Lauf begann super entspannt. Frische Wiesen, Heuballen und Hölzer über die wir springen sollten. Alles erinnerte an einen entspannten und freundlichen Lauf. Da ich aber wusste, was mir noch blühen würde, blieb ich respektvoll und entspannte mich nicht. Langsam kamen die Berge und so mussten wir einen lang gezogenen Berg immer wieder hoch und runter, hoch und runter, hoch und runter laufen. Ich weiß nicht, wie oft es war, aber es werden ca. 8 bis 10 Mal gewesen sein. Das ist es, was Kraft raubt und einen an die inneren Grenzen bringt, wenn man nachher den elektrischen Strom und die Kälte abbekommt. Kurze, schnelle Schritte bergauf, oder auch gehen, je nachdem wie stark der Anstieg ist, aber so energiesparend wie möglich laufen um keine Kraft zu verschwenden. Was jetzt verloren geht, fehlt am Ende, wenn die harten Hindernisse kommen und Mr. Mouse (der Veranstalter) wird bei seinem letzten Rennen sicher nicht an Härte gespart haben. Ich musste mir eingestehen, dass Flipflops (auch mit Riemen um die Hacke getaped) nicht sehr geeignet sind, wenn man Berge hoch und runter läuft. So riss mir der Riemen vom Hacken und ich dachte: „ohne Riemen kein Schuh“, also nahm ich auch den anderen ab und steckte mir beide Flipflops hinten in die Hose, um barfuß weiter zu laufen. Der Untergrund fühlte sich angenehm an. Nicht zu kalt und nicht zu steinig. Allerdings war ich ja auch noch nicht in Matsch und Wasser gelaufen und wir hatten milde 6 Grad. Spontan vielen mir die Horror-Geschichten ein, die mir die anderen Läufer meines Teams erzählt hatten, dass überall zerbrochene Ziegelsteine im Schlamm stecken würden. Das Problem am barfuß laufen ist, dass man nur einen kleinen Unfall haben muss. Wenn die Haut am Fuß einmal reißt, ist nicht mehr viel zu machen. Wenn die Wunde doller blutet und nicht nur eine Kratzwunde ist, kann man nicht mehr weiter laufen. In diesem Fall hätte ich aber auch nicht aufgegeben und genau deswegen wollte ich vorsichtig sein. Ich war so übermotiviert, ich wäre auch verletzt weiter gelaufen. Kratzwunden hatte ich genug und blutete auch immer wieder. Fremde Läufer, wiesen mich immer wieder darauf hin, dass ich an den Zehen blutete. Ich antwortete: „ist ja nicht so schlimm, heißt ja schließlich auch Tough Guy“. Und so lief ich mit viel Respekt und großer Vorsicht, barfuß über das Feld der Ehre. Nachdem ich stumpf die Berge hoch und runter gelaufen war, bemerkte ich, dass ich die anderen Sturmwölfe verloren hatte. Nicole aus meinem Team war noch in der Nähe, ein paar Minuten später war aber auch sie weg. Ich war mir sicher, dass alle hinter mir waren und so wartete ich. Gefühlte fünf Minuten ging ich zu Fuß ohne zu laufen, aber es kam niemand. Zweifel breiteten sich in meinen Gedanken aus. Ich wusste nicht, was mit ihnen passiert war, außerdem war ich ja barfuß sowieso langsamer als sie. Daher dachte ich mir, dass ich lieber weiter laufe und sie mich dann sowieso einholen würden. Die Berge waren geschafft, jetzt wurde es langsam nass und schlammig. Die ersten Wasserhindernisse kamen und zeigten sofort ihre Wirkung. Wie auf einem Schlachtfeld lagen zahlreiche Menschen am Rand mit schmerzverzehrten Gesichtern und Krämpfen in den Gliedern. Nun wurde es auch mir immer kälter. Wasser, Schlamm, Schlamm, Wasser, Wasser, Wasser, Schlamm…. So sahen die folgenden Hindernisse aus. Eigentlich geht das ganz gut, wenn man zwischendurch die Möglichkeit hat, sich durch Laufstrecke wieder etwas aufzuwärmen. Leider hatten wir dieses Glück nicht und die Hindernisse folgten augenblicklich auf einander. Mein Körper wurde schwächer, aber mein Geist blieb stark. Das einzige, was meiner Meinung nach hilft, ist diese Hindernisse schnell zu meistern. Schnell durchs Wasser, schnell durch den Schlamm. Ich schlängelte mich immer zwischen anderen Läufern durch und an diesen vorbei. Es durfte keine Zeit verloren werden. Immernoch keiner von den anderen zu sehen. Ich setzte mich an den Rand und wärmte meine Füße mit den Händen. Viele viele Läufer sprachen mich an, ob alles OK sei. Ich lächelte und sagte, ich brauche nur eine kleine Pause. Es ging weiter. Schritt für Schritt, immer im ungewissen, was sich im Matsch an spitzen Steinen verbürgt. Gelegentlich trat ich auf spitzere Kanten, aber alles noch recht harmlos. Die Flipflops hatte ich noch hinten in der Hose zu stecken. Nun war es Zeit, sie zu nutzen. Sie waren aus Gummi und schwammen ja im Wasser immer an der Oberfläche (dachte ich jedenfalls :D) Ich zog sie an und sie blieben beim ersten Schritt im Matsch stecken 😀 Ich verlor einen sofort und warf den anderen dann auch weg. Also eben barfuß weiter. Ich konnte noch lächeln, daher ging es. Ich hatte jemand ganz besonderen versprochen, dass egal was passiert, ich nur mit der Medaille diesen Lauf verlassen würde. Ich sagte: „Es wird nichts auf dieser Strecke geben, dass stärker als mein Wille ist. Egal was passiert, ich bin härter!“ Es sprach viel dagegen, dass ich es schaffen würde. Ich hatte im Hostel kein Frühstück bekommen und nur ein bisschen Obst gegessen. Ich war hungrig wie ein Wolf. Ich fror durch das unbarmherzige, englische Wetter und ich hatte keine Schuhe. Außerdem war mein Team weg und ich lief allein. Ich zitterte am ganzen Körper. Hunger, Kraftlosigkeit und Schmerzen durch Kälte und wechselnde Untergründe, Angst vor Krämpfen, spitzen Steinen und elektrischen Stromkabeln. Alles Faktoren, die einen zerbrechen können, wenn man körperlich schwach wird. Ich dachte an alle, die an mich glaubten, die mir vertrauten. Ich dachte an meine Tochter und an die Menschen, bei denen ich genau wusste, dass sie in diesem Moment zu Hause sitzen und an mich denken würden. Im Gedanken sprach ich zu ihnen und sagte, dass sie sich keine Sorgen um mich machen müssen. Ich werde heute durchkommen, egal was passiert! Das Bewusstsein fokussiert, ging es weiter. Wieder folgenten Schlamm und Wasser in vielfältiger und vorallem zahlreicher Form. Hinein in die Gräben, durch gehen und wieder raus, wieder und wieder. Die Schlangen der Leute waren mir zu lang. Ich konnte nicht überall warten und weiter auskühlen. Aber ich war gut drauf und fand immer wieder Wege auch schwierige Hindernisse auf relativ einfache und schnelle Weise zu meistern. Doch trotz der kleveren Ideen blieb die Kälte und ich wurde einfach nicht warm. Auf den riesigen Klettergerüsten taten mir stark die Füße weh, weil ich immer auf die Seile treten musste. Ich merkte wie mein Körper immer schwächer und kälter wurde. Aber plötzlich nach dem Klettergerüst, ein Seegen, ein Feuer über das man springen sollte. Ich wärmte mich am Feuer. Es rauchte wie verrückt und so musste ich mich ständig vorsehen, dass ich nicht den Rauch einatmete. Wenn es doch passierte, keuchte und hustete ich mir die Seele aus dem Leib. Meine Hände und Füße waren steif und völlig unterkühlt und so wärmte ich erst die Hände. Ich zitterte am ganzen Körper, aber wenigstens konnte ich die Hände bald wieder bewegen, jetzt die Füße. Ich stellte mich auf ein Bein und hielt das andere ins Feuer. Das Problem an unterkühlten Beinen ist, man hat nur wenig Gefühl drin und so merkte ich erst, dass ich mich verbrannt hatte, als es nicht warm wurde sondern richtig auf der Haut zu jucken und brennen begann. Schnell ging ich weiter ins kalte Wasser. Dort kühlte die Haut für einige Sekunden ab, dann ging es wieder. Fast normal temperiert ging es also weiter. Es folgten zahlreiche Klettergerüste, die alle ähnlich aufgebaut waren, also klettern, klettern, klettern. Ich kam zu der berühmten dunklen Kammer. Man sieht so gut wie nichts, weil es so dunkel ist. Durch die zahlreichen Läufer vor mir, konnte ich mich aber orientieren. Es kamen Steinröhren, durch die man kriechen musste. Zu groß um auf den Knien zu krabbeln, robbte ich auf allen vieren. Zwischendurch hingen vereinzelt Stöcke und Bänder von der viel zu tiefen Decke. Die Bänder waren sonst immer mit Strom gefüllt, nur dieses Mal waren sie anscheinend ausgestellt. Skeptisch und ängstlich wollte ich aber trotzdem keinen Schlag bekommen, also sah ich mich sehr vor, keine Bänder zu berühren. Ich musste weiter. Wieder merkte ich wie mein Körper immer schwächer wurde. Das Problem war, ich wusste, dass bald das Hinderniss kam, wo so viele Läufer scheiterten, da sie nicht mehr die Kälte ertragen konnten. Es war ein kleiner See, in den man musste um unter vier Balken durch zu tauchen. Immer wieder machte ich mir Gedanken, wie ich es schaffen konnte, mich aufzuwärmen um dort nicht zu scheitern. Das ist ein enormer Druck, der auf einem lastet, wenn man weiß, dass man körperlich schwach ist aber noch so viel leisten muss. Endlich war es so weit. Ich sah das Wasser. Ich wusste, dass ich es nicht verhindern konnte und akzeptierte die Situation. Ich ging ins Wasser und war bis zur Brust eingetaucht, als ich vor den Balken stand. Ich dachte, wenn ich alle vier Balken einzeln nehmen würde, würde ich zu stark leiden müssen, weil der Kopf dann dröhnt und die Psyche stark leidet. Also entschied ich mich, alle vier auf einmal zu nehmen. Ich nahm den Kopf unter Wasser und tauchte durch alle vier Balken durch. Die Jacke, die ich trug, war nun mit Wasser gefüllt. Immer wenn ich die Arme bewegte, bewegte sich auch das Wasser in ihr. So zog ich die Bündchen bei den Handgelenken auf und ließ das restliche Wasser ablaufen. Nun wieder klettern, klettern, klettern. Langsam wurde ich müde und körperlich so schwach, dass ich bei jedem weiteren Hindernis die Augen verdrehte. 😀 Witzig war, als ich weiter ging, kam ich zu Balken, die ca. 3 Meter lang waren und 20 cm breit. Man musster drüber balancieren um dann etwa 3 Meter tief ins Wasser zu springen. Vor mir war ein Engländer, der darauf balancierte. Er ging bis zum Ende des Balkens, drehte sich ängstlich um und sagte, dass er nicht springen wird. Er habe zu viel Angst. In feinstem Englisch sagte ich ihm motivierend, dass er es bis hier her geschafft hat und jetzt nicht aufgeben kann. Ich machte ihm Mut und brachte ihn dazu doch zu springen. Als ich aber sah, dass er sogar mit dem Kopf ins Wasser eintauchte, dachte ich mir: „Oh Gott, ist das tief, da hab ich gar keine Lust drauf“. Ich balancierte nach vorn und schaute, was ich machen konnte, um nicht auch so stark ins Wasser zu stürzen wie er. Neben den Balken waren Netze, ich hockte mich auf das Netz und hangelte mich runter, so dass ich nur bis zur Schulter im Wasser landete anstatt ganz unterzutauchen. Als ich weiter zum Ufer schwamm, sah ich den sichtlich angepissten Engländer, der mir in einem nicht sehr feinen Englisch klar machte, dass ich ein richtiges Arschloch sei. Man war der sauer auf mich! Genervte Engländer waren mir aber in diesem Moment nicht so wichtig also lächelte ich und lief weiter. Die körperlichen Kräfte schwanden immer weiter. Wo ich hinsah überall Schlamm. Ich hörte auf zu denken und handelte nur noch. Ich meisterte jeden Schritt. Schritt für Schritt, Stück für Stück. Ständig rutschte ich aus, viel in den Dreck, tat mir weh, war müde, war kalt, war ausgelaugt und hoffte immer, dass es eine Verpflegungsstation gäbe, an der auch Bananen statt ausschließlich Wasser ausgegeben werden. Nichts! Ich wusste aber auch, dass ich nun kurz vor dem Ziel war. Völlig unterkühlt und ausgelaugt, sah ich ein weiteres Feuer, aber ich wusste, dass ich wenn ich mich jetzt wieder dort wärme, wäre die Umstellung, wieder in die Kälte zu müssen einfach zu groß. Ich quälte mich also weiter und rannte, einfach stumpf gerade aus. Wieder ein See und ich fing an, richtig genervt zu sein. Emotionen kamen in mir hoch, Schwäche machte sich bemerkbar. Ich ging durch den See und zog mich an den, vom Schlamm verkrusteten Seilen hoch. Nun war es nur noch ein kleines Stück bis zum Ziel und ich konnte es kaum fassen. Ich war immernoch angespannt, weil ich hier alles erwartete. Nein, Entwarnung! Ich war im Ziel. Ich konnte mein Glück nicht fassen und schlug die Hände über dem Kopf zusammen. Ich sah einen Franzosen, mit dem ich im Hostel die Tage verbrachte. Ich sprach ihn an, aber er war so fertig, dass er mich nicht erkannte. Als ich ihm sagte, wer ich bin, erkannte er mich trotzdem nicht. Egal, ab durchs Ziel und endlich bekam ich die lang ersehnte und hart erkämpfte Medaille. Endlich endeten Schmerzen und Kälte. Noch nicht ganz! Ich musste noch zur Umkleide, die aus einer Scheune bestand. Ich war allein unterwegs und merkte, wie aller Stress von mir abviel. So starke emotionale Dankbarkeit, das Herabfallen aller Ängste kam in mir hoch. Ich musste mich kurz hinknien. Ich atmete tief durch. Tränen kamen. Tränen der Freude aber auch Verzweiflung, Tränen der Dankbarkeit. Der Tough Guy in England ist mit Abstand der härteste Hindernislauf, den ich je gelaufen bin. Der Getting Tough im Dezember 2016 war auch ein Monster, aber der Tough Guy hat seinem Namen alle Ehre gemacht. Er konnte mich nicht brechen, aber er ließ mich vor Ehrfurcht und viel Kälte zittern! Ich bin dem Schicksal dankbar, dass es so mild zu mir war, dass ich mit meinen Brüdern und Schwestern zu Anfang zusammen laufen konnte, dass so viele Menschen an meine verrückten Gedanken glaubten und mir vertrauten. Ich bin gern ein bisschen verrückt und ich werde es wieder tun!

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